Posted by: konradbaumgarten | January 16, 2015

Zerreissprobe

“Je suis Charlie”  – überall stösst man gegenwärtig auf ihn, diesen vermeintlich solidarischen, vermeintlich mutigen Spruch, den so viele Leute aufsagen, predigen, geradezu hinunterbeten, den sie auf Facebook als Profilfoto, oder auf Twitter als Hashtag führen, den sie, Schafen gleich, blöken, ohne eine Sekunde wirklich für das einzustehen, was bedroht ist: die Freiheit anders zu sein, anders zu denken als die Masse, sich womöglich gegen den generalisierten Trend zu stellen, auch –  gerade!  –  wenn es den anderen,  der “Mehrheit”,  missfällt. Und dass es darum geht, sich gegen Leute zu schützen,  die uns Gewalt antun und uns Leid zufügen wollen. “Je suis Charlie” dispensiert davon,  wirklich etwas zu bewegen zu müssen. “Je suis Charlie” ist der orwellsche Newspeak des Jahres 2015.

Die Menschen wünschen lieber, keine Störung ihrer kleinen, harmonischen Welt erleiden zu mussen, sie wollen nicht über den islamistischen Gewaltterror reden (“pas d’amalgames!”), sie wollen nicht über seine moralische Grundlagen debattieren, sein tödliches Potenzial analysieren. Die Masse will nicht wahrhaben,  dass unsere hochentwickelte, hochkomplexe, hochfragile Welt an der Schwelle zur Zerreissprobe steht, dass unser System droht, die Balance zu verlieren, und dass wir uns notfalls mit individueller, persönlicher Gewalt dagegen wehren müssen. Solange wir diese Möglichkeit nicht anerkennen, nicht bejahen, werden wir immer Opfer sein.

Wir werden, Schafen gleich, nicht mehr zusammen blöken, sondern zusammen zur Schlachtbank geführt werden.

Charlot


Responses

  1. Mal ganz ehrlich, diesen Linksextremisten von Charlie Hedbo hätte ich in normalen Zeiten am liebsten einen Fusstritt in den Allerwertesten verpasst.

    Nein….. sicher nicht wegen den Mohammed Karikaturen, die zu zeigen war richtig, sondern weil sie unsere eigene Gesellschaft mit grosser Energie verachteten.
    Die Macher von Carlie Hedbo sind / waren Linke Extremisten.

    Trotzdem gilt für mich das folgende……

    Zitat :…
    ….„Ich mag verdammen was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst.“

    Nun pilgerten sie alle nach Paris und heuchelten eine Jahrhundert-Leistung zusammen.
    Ein Mahmut Abbas aus den Westbank war da, einer der zu Hause Reporter foltert, ohne Prozess in Haft steckt usw. Der Mann der Terroristen jeder Couleur stets zu beglückwünschen pflegt, auch wenn sie israelische Kinder ermorden, der schüttelte einem Hollande die Hand.

    Und Merkel-Ferkel die zu Hause einem Pressesturm gegen PEGIDA sehr wohlwollend gegenübersteht, ja ihn vielleicht sogar angemahnt hat, die schwafelt etwas davon “Carlie” zu sein…..

    Seien wir ehrlich, das ganze Tamtam hat nichts mit den Opfern zu tun, sondern es soll davon ablenken, das man nicht daran denkt die Zuwanderung aus islamischen Gesellschaften einzuschränken.
    Man demonstriert Anteilnahme ……um dem Wähler vorzugaukeln das man es wahrgenommen hat …….und der Wähler glaubt es werde nun etwas geschehen. Aber gerade das ist ja eben nicht vorgesehen.

    “Denn dieser Terror hat ja nichts mit dem Islam zu tun…….”

    Und was hier natürlich nicht vergessen werden sollte. Es werden nun schon wieder Rufe laut das Waffen vermehrt kontrolliert werden müssten.

    Das dies ein Unsinn ist und nur den Schweizer Bürger kujoniert, das wissen sicher alle die hier lesen.

    Aber es wird benutzt um zu versuchen, wieder eine Diskussion, über neue Gesetze anzuschieben.

    Dabei wäre, unter anderem, die Lösung in Israel zu finden.
    Dort gab es vor langer Zeit einige Angriff auf Schulen, und Israel tat etwas sehr effektives was seither jedes Massaker in einer Schule verhinderte, sie bewaffneten diejenigen Lehrer die das als probates Mittel ansahen und bewaffnet sein wollten.

    Hier in der Schweiz gibt es nur eines was solchen Tätern die Motivation gründlich versalzen kann, der Bürger muss bewaffnet werden. Wer Wehrdienst geleistet hat und den Umgang mit der Waffe gewohnt ist, der sollte einen Tragschein erhalten und helfen unser Land im inneren zu verteidigen.

    Bis ein Polizist am Tatort eingetroffen ist, dauert es zu lange. In der Schweiz immer mindestens 10 Minuten, dann aber sind alle Tot.

    Ein Bürger der Augenblicklich seine Waffe behändigen und Gegenwehr leisten kann bringt solche Täter weit mehr aus dem Konzept.

    Aus den USA kennt man solche Beispiele ja und alle bestens Dokumentiert.

    Der sogenannte Arkadenschütze, Jakob Tyler aus Oregon, begann einen Amoklauf, “öffentliche Schiesserei” wie die Amis das nennen, aber er traf auf einen bewaffneten Bürger, brach sein Vorhaben ab, flüchtete und erschoss sich selber.

    Natürlich ist ein bewaffneter Bürger keine Garantie für irgendwas, aber es ist eine Chance mehr……………..und wie ein Redakteur von Charlie Hedbo einst sagte, …..

    ….”es ist besser aufrecht zu streben, als auf Knien zu leben…….”


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